Pflegebox beantragen – Schritt-für-Schritt-Anleitung 2026

Kurz & knapp

Eine Pflegebox beantragen Sie in wenigen Minuten online: Voraussetzung ist ein anerkannter Pflegegrad (1–5) und häusliche Pflege. Wählen Sie einen zugelassenen Anbieter, stellen Sie Ihre Hilfsmittel bis 42 € zusammen und senden Sie den Antrag ab. Der Versorger rechnet direkt mit der Pflegekasse ab – für Sie komplett kostenlos.

Lesezeit: 7 Min. · Aktualisiert: 03. April 2026

Erfahren Sie Schritt für Schritt, wie Sie Ihre kostenlose Pflegebox beantragen und monatlich Pflegehilfsmittel im Wert von 42 € erhalten.

Voraussetzungen für die Pflegebox

Um eine Pflegebox zu beantragen, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Die wichtigste Bedingung: Es muss ein anerkannter Pflegegrad (1 bis 5) vorliegen. Die pflegebedürftige Person muss in häuslicher Pflege versorgt werden – also zu Hause, nicht in einem Pflegeheim. Der Anspruch auf Pflegehilfsmittel zum Verbrauch ist in § 40 des Sozialgesetzbuches XI (SGB XI) gesetzlich verankert. Sowohl gesetzlich als auch privat Versicherte haben diesen Anspruch. Die Pflegebox kann von der pflegebedürftigen Person selbst, von pflegenden Angehörigen oder von einem bevollmächtigten Betreuer beantragt werden.

Schritt 1: Pflegegrad prüfen

Bevor Sie eine Pflegebox beantragen, sollten Sie sicherstellen, dass ein anerkannter Pflegegrad vorliegt. Ohne Pflegegrad besteht kein Anspruch auf die monatliche Pauschale von 42 €. Falls noch kein Pflegegrad beantragt wurde, können Sie dies bei Ihrer Pflegekasse tun. Ein Gutachter des Medizinischen Dienstes (MD) wird dann den Pflegebedarf begutachten. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Ratgeber „Pflegegrad beantragen".

Schritt 2: Anbieter auswählen

Vergleichen Sie verschiedene Pflegebox-Anbieter anhand von Produktauswahl, Servicequalität, Kundenbewertungen und Abrechnungskomfort. In unserem aktuellen Vergleich hat Pflegetipp.de mit 9,8 von 10 Punkten den ersten Platz belegt. Achten Sie darauf, dass der Anbieter die vollständige Abrechnung mit der Krankenkasse übernimmt, damit für Sie keine Kosten entstehen. Weitere Informationen finden Sie in unserem ausführlichen Anbietervergleich auf der Startseite.

Schritt 3: Pflegebox zusammenstellen

Wählen Sie auf der Website des Anbieters die gewünschten Pflegehilfsmittel aus. Gute Anbieter ermöglichen eine individuelle Zusammenstellung bis zum Wert von 42 €. Typische Produkte sind Einmalhandschuhe, Bettschutzeinlagen, Desinfektionsmittel, Mundpflegestäbchen und Schutzschürzen. Unser Testsieger Pflegetipp.de bietet eine besonders breite Auswahl, die sich monatlich flexibel anpassen lässt. Eine Übersicht über alle verfügbaren Pflegehilfsmittel finden Sie in unserem Ratgeber „Pflegehilfsmittel-Übersicht".

Schritt 4: Antrag absenden

Füllen Sie das Online-Formular mit Ihren persönlichen Daten und den Angaben zum Pflegegrad aus. Der Anbieter übernimmt in der Regel die Kommunikation mit Ihrer Krankenkasse und die vollständige Abrechnung. Bei seriösen Anbietern dauert der gesamte Beantragungsprozess nur wenige Minuten. Sobald die Genehmigung durch die Krankenkasse vorliegt, wird die erste Pflegebox versendet.

Schritt 5: Monatliche Lieferung erhalten

Nach der Genehmigung erhalten Sie Ihre Pflegebox monatlich direkt nach Hause geliefert. Die meisten Anbieter bieten die Möglichkeit, den Inhalt jeden Monat flexibel anzupassen. Falls Sie mit Ihrem aktuellen Anbieter nicht zufrieden sind, können Sie jederzeit wechseln – mehr dazu erfahren Sie in unserem Ratgeber „Pflegebox wechseln".

Häufige Fehler beim Beantragen

Viele Antragsteller machen vermeidbare Fehler: Sie vergessen den Nachweis des Pflegegrads beizufügen, wählen einen Anbieter ohne vollständige Kassenabrechnung oder lassen den Antrag zu lange liegen. Beachten Sie, dass der Anspruch auf Pflegehilfsmittel nicht rückwirkend geltend gemacht werden kann. Je früher Sie beantragen, desto eher profitieren Sie. Ein weiterer häufiger Fehler ist die Annahme, dass die Pflegebox nur für bestimmte Pflegegrade verfügbar ist – tatsächlich steht sie allen Pflegegraden (1–5) zu.

Kosten und Abrechnung

Für Versicherte mit Pflegegrad ist die Pflegebox komplett kostenlos. Die Krankenkasse übernimmt monatlich Pflegehilfsmittel im Wert von bis zu 42 €. Der Anbieter rechnet direkt mit der Krankenkasse ab – Sie müssen nicht in Vorleistung gehen und keinen Eigenanteil zahlen. Die 42-Euro-Pauschale gilt seit 2022 und wurde mit dem Pflegehilfsmittel-Änderungsgesetz dauerhaft festgeschrieben. Mehr Details zur Pauschale erfahren Sie in unserem Ratgeber „42 Euro Pflegepauschale".

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